Schweiz - Murten

Die spontansten Ideen können meist in einem der schönsten Tage der Woche enden. Kurzfristig hat sich mein Partner freigenommen und wir haben entschlossen, auf den Spuren seiner Kindheit einen Ausflug zu machen. Seine Grossmutter stammt aus der Region Murten und so haben wir uns morgens auf den Weg gemacht um an einem lauschigen Plätzchen um den Murtensee herum unser Mittagessen zu geniessen. Ob wir dies tun konnten? Das findest du in diesem Beitrag heraus

Aufgewachsen bin ich im Solothurnischen und daher kannte ich Murten von meinen Ausflügen mit dem Schiff. Von Biel aus lässt sich eine wunderschöne 3-Seen-Rundfahrt starten. Durch Kanäle zwischen den Seen oder den Blick über das Gewässer schweifend: ich fand schon immer, diese Rundfahrt hat einen besonderen Charakter. Als Zwischenstopp der Schiffsreise lädt Murten, eine Stadt am Wasser mit historischer Altstadt und einer Ringmauer aus dem 13. Jahrhundert, ein.

So idyllisch das Städtchen am See gelegen ist, der sagenumwobene Röstigraben ist nicht weit und so hört man auf den Gassen Schweizerdeutsch und Französisch. Wer hier in der Gegend wohnt, wächst zweisprachig (bilingue) auf. In den vielen kleinen Geschäften und Restaurants wird jedoch Deutsch als Amtssprache gesprochen, ein Verdursten ist so fast unmöglich.

Tipp: eine Rundwanderung um den See dauert etwa 2 Stunden. Alternativ gibt es auch den Weinlehrpfad und unterwegs die Sandsteinhöhlen aus dem 1. Weltkrieg zu bestaunen

Zum Mittagessen wurde uns das Hotel Bad Murtensee empfohlen. Direkt am See ist das Beach House des Hotels, eine kleine Urlaubsoase mit Sitzplätzen im Schatten. Mit dem Blick über den Murtensee und den Mont Vully, einem Ausflugsziel zwischen den Seen gelegen, hatten wir hier die Mittagspause sehr genossen. Doch wollten wir uns noch die Altstadt ansehen. Viel an Touristischem wird hier in der knapp 9000-Seelen-Stadt nicht geboten, so lädt die Stadt eher zum Verweilen ein. Die gut erhaltene Altstadt mit der Ringmauer und Türmen, das Historische Museum in einer alten Mühle sowie das Seeufer sind die Attraktionen in Murten.

Die Altstadt besteht aus 3 Längsachsen und eine Quergasse und bedeckt eine Fläche von 200 auf 300 Meter. Die Häuser stammen zum grössten Teil aus der Barockzeit des 17. und 18. Jahrhunderts. Zu den besten erhaltenen Befestigungsbauwerken der Schweiz gehört die Ringmauer und wurde im letzten Jahrhundert umfassend saniert.

Interessant: 1866 brach ein Zirkuselefant aus und tötete seinen Wärter. Nach der Verfolgungsjagd wurde das Tier in einer Gasse gestellt und mit einer Kanone erschossen.

In den Gassen von Murten gab es allerlei Möglichkeiten zur Kaffeepause. So haben wir uns draussen vor der Bäckerei Aebersold gemütlich gemacht und einen traditionellen Nidlechueche gegessen. Gefühlte Tausend Kalorien beinhaltet dieser Rahmkuchen, der in der Herstellung einzigartig ist. 

Um den Tag ausklingen zu lassen, empfehle ich dir eine Reservation im Chesery. Ein Restaurant, bei dem es um Wein, Käse und Genuss geht. Auf der Sonnenterrasse ist ein Fondue gleich doppelt so lecker.