Schweiz - Säntis

Mit knapp über 2500 m über Meer ist der Säntis kleiner als andere bekannte Berge in der Schweiz. Jedoch mit seiner Lage je nach Wetter sogar vom Schwarzwald aus zu sehen. Mit etwas mehr als einer Stunde Autofahrt von Zürich ein Ausflugsziel in die Appenzeller Alpen wert.

Ich habe mir mit meinem Partner als Chauffeur einen Nachmittagsausflug auf den Berg gegönnt. In der Hoffnung, den Sonnenuntergang mit der letzten Talfahrt zu geniessen. Ob das funktioniert hat, das erfährst du in diesem Bericht.

Von der Stadt auf den Berg

Mit dem Auto ist die Talstation in rund 100 km zu erreichen. Wer jedoch kein Auto hat, kommt mit dem öffentlichen Verkehr bis zur Talstation der Schwebebahn. Mit dem Zug bis nach Urnäsch oder Nesslau und von dort das Postauto bis direkt vor die Türe der Talstation.

Copyright by Säntis-Schwebebahn

 

Mit der Schwebebahn hoch hinaus

Auf den Berg hinauf geht mit der Schwebebahn. In wenigen Minuten bist du auf der Bergstation und kannst unterwegs bereits das schöne Bergpanorama geniessen. Swissness pur! Es lohnt sich, die Preise der Fahrt auf der Website von saentisbahn.ch zu vergleichen. Ohne Ermässigung gibt’s die Fahrt bereits ab CHF 54.00, was vergleichsweise zu anderen Bergen tatsächlich ein Schnäppchen ist. Das Angebot mit Zvieri-Plättli hat uns angesprochen: für CHF 56.00 sowie eine kleine Stärkung im Panorama-Restaurant. Und los geht’s.
Tipp: Säntis-Zmorge! Für CHF 62.00 zum Frühstück bis 10.30h auf den Berg hinauf. Unter der Woche braucht es dafür keine Reservation.

Angekommen auf dem Berg

Ganz oben bist du bei der Bergstation noch nicht. Mit dem Lift 4 Stockwerke hoch bis zur Aussichtsplattform oder mit einer Treppe noch höher hinauf. Auf jeder Seite ist die Aussicht einfach umwerfend schön. Berge haben eine Faszination an sich, das gibt geballte Power zurück. Leider war es sehr windig oben und der Nebel kroch jeweils vor die Linse. Der Versuch, ein paar schöne Bilder zu knipsen, verlangte vollen Körpereinsatz.

Wetterstation

Seit 1887 dient der Säntis als Wetterstation. Jedoch erreichte 1922 die Arbeit des Wetterwartes eine traurige Berühmtheit. Der damalige Wetterwart Heinrich Haas und seine Frau Maria Magdalena wurden hier oben getötet. Erst das Ausbleiben der Wetterberichte führte dazu, dass man auf den Berg hochstieg und die beiden fand.

Auf zum Zvieri

Wir schütteln die Gedanken um den tragischen Wetterwart ab und begeben uns nach dem kleinen windigen Ausflug ins Panorama-Restaurant. Praktischerweise gibt es grosse Anzeigen über die nächste (und wichtig: letzte) Talfahrt. Der Zvieri-Teller wird auf einem schönen Holzbrett serviert und bietet allerlei Leckereien aus der Gegend. So macht doch ein Bergausflug Spass.

 

Um kurz vor fünf Uhr ist der Sonnenuntergang an diesem kühlen Wintertag, in etwa auch zur gleichen Zeit wie die letzte Talfahrt zurück ins warme Auto. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt, aber die Kulisse ist auch so eindrücklich.

Interessanter Fakt

Vom Gipfel aus kann man sechs Länder sehen: Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien.

Weitere tolle Aktivitäten von Getyourguide empfohlen: