Ist Soloreisen alleine reisen?

Soloreisen ist nicht gleich Alleinreisen

Eine Feststellung habe ich gleich vorneweg gemacht, was ich für mich als Soloreise definiere ist für andere so vielfältig wie der Mensch selbst. Grundlage für diesen Blogbeitrag war der Wunsch, bei anderen Frauen nach ihren Gründen, Ängsten und Plänen nachzufragen. Mein Blog ist aus meiner Sichtweise, aus meinen Erfahrungen und aus meinen Gedanken. Doch bin ich stellvertretend für all die mutigen Frauen da draussen? Bin ich nicht.

Auf Soloreisen unterwegs ist zum Beispiel Melanie. Schwer beeindruckt war ich schon beim Start unseres Videocalls, denn wann habe ich schon die Möglichkeit durch meinen Laptop hindurch aus dem Fenster zu schauen und das unsagbar schöne blaue Meer von Korsika zu betrachten? Beim Ausblick war ich dankbar für die Zeit, die sich alle Frauen genommen haben, um sich mit mir auszutauschen.

Was ist der Auslöser?

Doch zurück zu den Anfängen all dieser Reisen. Warum reist Frau, warum will sie aus der gemütlichen Komfortzone, unter der Decke zusammen mit dem inneren Schweinehund, überhaupt ausbrechen? Wenn der Wunsch nach Abenteuer oder vielleicht Sonne, Strand und Meer grösser ist als der Alltag? Zu Hause sind wir in unserer sicheren Bubble, wir wissen was um die Ecke ist und wir wissen mit kleinen Abweichungen was uns der Tag bringt. Ein Schritt aus dieser Bubble raus und du kannst das grösste Abenteuer deines Lebens durchwandern oder was ich persönlich am wichtigsten finde: du findest zu dir! Es gibt Zeitpunkte im Leben, da bewegen wir uns plötzlich in eine Richtung. Sei es nach einer Trennung, Jobwechsel, Ortswechsel. Nicht nur der Gang zum Friseur markiert eine neue Zeitrechnung. Nein, genau jetzt kann auch eine Reise genau richtig sein für dich.

Zeit für dich, endlich Zeit für dich. Zeit, dir etwas Gutes zu tun und im Mittelpunkt zu stehen. Ohne Ablenkung durch Familie, Alltag und Partner. Ja, so egoistisch das auch für manche klingen mag. Einfach mal machen und dich auf das Gute konzentrieren. Die Probleme und Sorgen von daheim abschütteln und ein Schritt nach vorne wagen. So einfach! Doch ist es so einfach?

So wie mir Jessica erzählt hat und da stimme ich ihr völlig zu: wir können uns die Situation komplett zerdenken. Was wäre wenn? Wenn uns ein böser Junge um die Ecke bringt? Wir werden am 1. Tag am Strand ausgeraubt oder stell dir vor, das Essen ist wegen der Sprachschwierigkeiten statt fade superscharf gekocht worden. Da wünscht man sich doch gleich wieder zurück auf die heimische Couch, gleich wieder unter die Decke mit dem inneren Schweinehund. Jap, tschüss und ich komme nächste Woche wieder hervor.

Erm…wie verständige ich mich denn und was mach ich denn bloss?

Eine Hürde ist oft die Sprache oder was ich denn nun wirklich mit so viel Zeit für mich anstelle. Für die Sprache gibt es mittlerweile einige nützliche Apps für die Frau von Welt oder du suchst dir die Destinationen nach Landessprache aus. Hier gibt es viele Möglichkeiten eine Hemmschwelle zu umschiffen. Doch, einmal dort was tun? Pläne zu haben bringt dir bereit Sicherheit, dass dir nicht langweilig wird. Aber nicht in Stein gemeisselte Pläne. Der Ausflug auf den Berg steht wegen Regen auf der Kippe? Bereite dich auf Plan B vor. Auswechselbare Programmpunkte. Denn wenn dir nicht danach ist, dann ist auch nicht schlimm. Aber verkrieche dich nicht, nimmt die Situationen bewusst auf. Als extrovertierte Reisefrau, egal ob geübt oder nicht geübt ist es manchmal einfacher mit Fremden ins Gespräch zu kommen. Falls das nicht funktioniert, dann empfehle ich immer geführte Touren oder eine Aktivität aus den verschiedenen Plattformen. Ich hatte hier schon einige grossartige Erfahrungen gemacht. Sei es mit dem spanischen Studenten, der mit durch Lissabon geführt und mir die Graffitis erklärt hat oder die Weindegustation mit Essensbegleitung mitten in Napoli. Besser schmeckten die Spaghetti nirgends. Wie schade, wenn ich das verpasst hätte.

Perfekte Imperfektion

Klar ist auch aus den Gesprächen: die Reisen werden selbst geplant, volle Kontrolle über das wo und wann. Die wichtigsten Informationen holen wir uns aus Social Media. Entweder folgen wir einem spannenden Reiseaccount oder tauschen uns in Reisegruppen aus. Inspirationen gibt es auch zuhauf, … und den Mut vielleicht nicht den bekannten fünf Influencern nachzureisen und eine andere Destination auszuwählen. The road less traveled. Die Vorfreude beginnt schliesslich mit der Reiseplanung und die lässt Raum für Spontanität, je nach Laune und Stimmung Freiraum zu lassen.

Eine interessante Mischung aus Reisefrauen hatten sich mir gegenübergesetzt und mit mir geplaudert. Mensch, sind wir Frauen nicht wunderbar, tiefgründig und facettenreich?

In diesem Sinne lässt sich folgendes zusammenfassen: hab den Mut loszugehen, vertrau auf dich und deine Instinkte. Setze dir erreichbare Ziele und los geht’s…

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